23.03.2020

OP-Besteck live verfolgen

Berlin – Mithilfe eines winzigen Chips soll OP-Besteck künftig immer online nachverfolgbar sein. Die Technik dafür entwickelt ein Konsortium aus Krankenhäusern und Unternehmen.

Im OP-Alltag im Krankenhaus geht manches durcheinander. So auch die für die Eingriffe benötigten Besteck-Sets, die ständig zwischen Reinigung, Sterilisation, Transport und Einsatz pendeln. Damit in Zukunft nichts mehr verloren geht und jederzeit nachvollziehbar bleibt, wo sich die einzelnen Teile gerade befinden, arbeitet ein Zusammenschluss aus Krankenhäusern und Unternehmen im Projekt „Digitales Abbild des Sterilgutkreislaufs mittels Transpondertechnik“ unter der Federführung der Firma Smartrac Speciality an einer technischen Lösung des Problems. Auch die Universität Köln steuert Expertise bei.
Im Rahmen des Projekts wird in jedes einzelne Instrument ein winziger Transponder in einem Glasröhrchen implantiert. Er soll in Echtzeit via Funksignal Auskunft über den Verbleib des Bestecks geben können und besonders einfach auslesbar sein. Über eine automatisch generierte Lebenszyklusakte soll für die Anwender außerdem ersichtlich sein, ob, wann und wofür ein Instrument genutzt wurde und ob es anschließend prozesskonform sterilisiert und gehandhabt wurde, erklärt die Universität Köln. Versehentliches Vergessen von OP-Instrumenten im Körper von Patienten könnte damit der Vergangenheit angehören.
Finanziell gefördert wird das Projekt aus dem Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union. Über drei Jahre verteilt erhalten die Forscher insgesamt 2,3 Millionen Euro.
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