17.06.2020

Neues Verfahren für Medizintechnik-Produkte

Vreden – Ein innovatives Verfahren zur umweltschonenden Herstellung von medizintechnischen Produkten wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Nutznießer ist das Unternehmen Mitsubishi Chemical Advanced Material aus Vreden.

Das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen erhält nach Angaben des Ministeriums 320.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für die Umsetzung der technischen Innovation im Bereich der Verfahrenstechnik. Die Herstellung hochwertiger medizintechnischer Produkte erfordere spezielle Kunststoffe. Bei dem bisher üblichen Verfahren komme es in der Fertigung für diese Produkte zu erheblichem Nachbearbeitungsbedarf. Die Materialausbeute sei zudem vergleichsweise gering und eine Kühlung der Formteile im Produktionsprozess erforderlich.
Das erstmals in Europa für diesen Zweck eingesetzte innovative Verfahren aus Vreden demonstriert laut Ministerium, wie die Herstellung der Formteile für medizintechnische Produkte zukünftig deutlich ressourcenschonender und energieeffizienter erfolgen kann. Es entstehen Werkstücke, die dem Endprodukt bereits sehr ähnlich sind. Damit sei nur noch eine geringfügige weitere Bearbeitung notwendig. Produktionsabfälle könnten weitgehend vermieden werden und die Kühlung der Formteile sei nicht mehr notwendig.
Der Bedarf an medizintechnischen Produkten in Deutschland und Europa sei hoch, heißt es weiter. Ein erfolgreicher großtechnischer Einsatz des innovativen Verfahrens verspreche eine große Multiplikatorwirkung. Durch den Einsatz dieses Verfahrens erhöhe sich die Materialausbeute erheblich. Der Energiebedarf pro eingesetztem Kilogramm Rohmaterial liege rund 35 Prozent unter dem der herkömmlichen Technologie. Der CO2-Ausstoß pro Jahr werde um knapp 50 Prozent reduziert. Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.
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