16.06.2017

Neue BVMed-Infokarte über Verbandmittel

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat eine neue Infokarte über die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Verbandmitteln veröffentlicht. Sie berücksichtigt auch die neue Verbandmittel-Definition aus dem Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetz (HHVG).

Neue BVMed-Infokarte über VerbandmittelNach der neuen Definition sind Verbandmittel „Gegenstände einschließlich Fixiermaterial, deren Hauptwirkung darin besteht, oberflächengeschädigte Körperteile zu bedecken, Körperflüssigkeiten von oberflächengeschädigten Körperteilen aufzusaugen oder beides zu erfüllen“. Die Eigenschaft als Verbandmittel entfalle insbesondere nicht, wenn ein Gegenstand ergänzend eine Wunde feucht hält. Erfasst seien auch Gegenstände, die zur individuellen Erstellung von einmaligen Verbänden an Körperteilen, die nicht oberflächengeschädigt sind, gegebenenfalls mehrfach verwendet werden, um Körperteile zu stabilisieren, zu immobilisieren oder zu komprimieren.

Alle Verbandmittel, die dieser Definition entsprechen, sind zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnungs- und erstattungsfähig. Der BVMed weist in seiner Infokarte darauf hin, dass bis zu zwölf Monate nach Vorlage einer Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Abgrenzung von Verbandmitteln zu sonstigen Produkten zur Wundbehandlung die bisherigen Verordnungs- und Erstattungsregeln zu Lasten der GKV in Kraft bleiben. Der G-BA muss die Richtlinie bis spätestens April 2018 vorlegen.

Die Infokarte kann unter https://www.bvmed.de/de/bvmed/publikationen/infokarten/infokarte-verordnungs-und-erstattungsfaehigkeit-von-verbandmitteln heruntergeladen oder beim BVMed bestellt werden.
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