24.08.2020

Mit Medizintechnik gegen Infektionskrankheiten

Berlin – Das Bundesforschungsministerium fördert die Entwicklung innovativer Medizintechnik, die bei epidemisch auftretenden Infektionen sowohl bei der Prävention als auch bei der Versorgung von Nutzen ist. Zuschüsse von 50 bis 100 Prozent der Projektkosten sind möglich.

Mit Medizintechnik gegen InfektionskrankheitenDie Förderrichtlinie dazu hat das BMBF jetzt veröffentlicht. Unterstützt werden soll die Suche nach und die Herstellung von Medizintechnik unter anderem zur Prävention und Diagnostik von Infektionen, zur Therapie und Nachsorge, zur Eindämmung von Infektionen sowie zur Vernetzung von Versorgungs- und Industrieforschung zu epidemischen Infektionskrankheiten. Im Auge hat das Ministerium dabei nicht nur die aktuelle Sars-CoV-2-Pandemie. Ziel ist es auch, „schnell und wirksam auf zukünftige Ausbrüche von Infektionskrankheiten bisher unbekannter Erreger reagieren zu können. Multidisziplinäre Forschungsansätze unter Beteiligung von Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern können dabei unterstützen, zielgerichtete und koordinierte Eingriffsmöglichkeiten zur Eindämmung von Infektionen mit epidemischem Potential zu schaffen“, heißt es in einer Mitteilung des BMBF.
Antragsberechtigt sind Unternehmen sowie Hochschulen, forschende Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit einer Betriebsstätte in Deutschland. „Die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird ausdrücklich unterstützt und bei der Projektbegutachtung berücksichtigt“, betont der Bundesverband Medizintechnologie. Gefördert werden nur Verbundprojekte. Für Vorhaben mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten können bis zum 28. September 2020 Projektskizzen vorgelegt werden. Für Vorhaben mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten endet die Frist am 30. Januar 2021.
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