19.01.2018

Medizinprodukte: Leitfaden zum deutschen Erstattungssystem

Berlin – Um Herstellern von Diagnostika und Medizinprodukten den Einstieg in das komplexe deutsche Erstattungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung zu erleichtern, haben vier Verbände – darunter der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) – gemeinsam einen Leitfaden erstellt.

Der Leitfaden gibt einen Überblick über die Leistungserstattung in den verschiedenen Regelungsbereichen des deutschen Gesundheitswesens. Neben einer systematischen Übersicht über die Erstattungswege im ambulanten und stationären Bereich wird dabei auf die Möglichkeit der sogenannten Erprobungsregelung (§ 137e SGB V) sowie auf die Zusammenhänge der „frühen Nutzenbewertung für Hochrisikoprodukte“ (§ 137h SGB V) eingegangen. Um die praktische Anwendbarkeit zu verbessern, heben die Verbände insbesondere die Zeitpunkte hervor, an denen Hersteller Entscheidungen treffen müssen oder Einfluss auf den weiteren Prozess ausüben können.
„Der Leitfaden ist eine Antwort auf die noch immer bestehende Intransparenz in vielen Bereichen des Systems“, so die Autoren. Die Verfahren zur Aufnahme in die vertragsärztliche Versorgung (EBM-Katalog) und in die Krankenhausbehandlung (DRG-System) unterscheiden sich. Anbieter betroffener Produkte müssten sich daher den jeweiligen vertrieblichen Herausforderungen stellen. Schwerpunkt der Darstellung ist die Leistungserstattung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Rahmen von Kollektivverträgen. Der Leitfaden wird regelmäßig auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Grundlagen gebracht.

Neben dem BVMed sind an dem Leitfaden der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien (SPECTARIS), der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) beteiligt.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter