20.05.2015

Krankenhausreform: BVMed fordert differenzierte Vergütung

Berlin (pag) – Bei den im Referentenentwurf zur Krankenhausreform vorgeschlagenen Kriterien für eine qualitätsorientierte Vergütung müssen Medizinprodukte besonderer Qualität differenziert bewertet werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed).

Krankenhausreform: BVMed fordert differenzierte VergütungDabei gehe es beispielsweise um längere Batterielaufzeiten von aktiven Implantaten oder Infektionsvermeidungen durch antibiotikabeschichtete Implantate, so der BVMed. Qualitativ hochwertige Medizinprodukte könnten Komplikationsraten und Liegezeiten von Patienten reduzieren und zu einer zeitnahen Rückkehr in das Arbeitsleben beitragen. „Die Qualität sollte prioritär aus medizinischer und nicht ausschließlich aus wirtschaftlicher Sicht bewertet werden“, so der Verband. Besondere Bedeutung müsse dabei der Ergebnisqualität zukommen. Der BVMed schlägt ein jährlich stattfindendes Verfahren mit allen Beteiligten analog dem bewährten Prozess zur Weiterentwicklung im G-DRG System vor. Bei der Darstellung der Fehlanreize der systematischen Übervergütung von Sachkosten fehlt dem BVMed im Gesetzentwurf im Umkehrschluss die Prüfung der Untervergütung von Sachkosten in der Kalkulation. Auf klare Ablehnung stößt beim BVMed die fallzahlgestaffelte Absenkung der Vergütung. Dies führe zur Rationierung bei notwendigen Leistungen. Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass Krankenhäuser aus Kostenunterdeckungsgründen solche Leistungen den Patienten nicht mehr anbieten könnten, heißt es in der Stellungnahme.
Die detaillierte BVMed-Stellungnahme kann unter www.bvmed.de/positionen (http://www.bvmed.de/download/bvmed-stellungnahme-zum-khsg) abgerufen werden.
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