26.06.2013

Klinik Bad Aibling startet Therapieprogramm mit Gehroboter

Berlin - Als erstes Rehabilitationszentrum in Deutschland will die Schön Klinik Bad Aibling den Gehroboter Ekso einsetzen. Mit Hilfe des Exoskeletts, das über Kleidung und Schuhe der Patienten „angezogen“ und mit Bändern sicher fixiert wird, können Querschnittgelähmte erstmals seit ihrer Verletzung wieder aufstehen und gehen.

Der „anziehbare“ Roboter kann innerhalb weniger Minuten an nahezu alle Menschen, die zwischen 1,50 und 1,90 Meter groß sind, maximal 100 kg wiegen und in der Lage sind, selbstständig ihre Position zu wechseln, angepasst werden, heißt es vom Hersteller Ekso Bionics. Durch die beispiellose Kniebeugung erzeuge er das natürlichste Gangbild aller auf dem Markt befindlichen Exoskelette. Das batteriebetriebene Gerät werde über Handbewegungen gesteuert und erkenne mittels Sensoren computergestützt in Echtzeit die Absichten des Anwenders, berechne die Bewegung und führe sie entsprechend aus.
Weltweit sind den Angaben zufolge derzeit 36 Geräte in 32 Therapiezentren im Einsatz, davon elf in Europa, unter anderem in Italien, Spanien und Norwegen.
In der Schön Klinik Bad Aibling wird das Therapiekonzept bei Patienten mit Querschnittlähmung dauerhaft eingesetzt, dabei soll auch wissenschaftlich untersucht werden, welche positiven Effekte eine Therapie mit dem Exoskelett auf Körperfunktionen und Psyche hat. Darüber hinaus sind auch Studien zum Einsatz bei Patienten mit Halbseitenlähmung geplant.

In Bad Aibling lernen jedes Jahr 3.000 Menschen nach einem Schlaganfall oder Schädelhirntrauma wieder schlucken, sprechen und gehen.
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