20.09.2016

Kassen früher in den MedTech-Innovationsprozess einbinden

Berlin – Die mittelständisch geprägte MedTech-Branche müsse über das Medizinprodukt hinaus in einer frühen Entwicklungsphase Systemlösungen und zusätzliche Serviceangebote in den Blick nehmen. Das verdeutlichen die Experten auf der vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) ausgerichteten Innovationskonferenz „Neue Dimensionen für MedTech-Innovationen“.

In der Veranstaltung wurden auch neue Modelle in der Innovationskapital-Finanzierung vorgestellt. Dr. Mani Raffi, Barmer-Vorstand, berichtet über die Beteiligung seiner Krankenkasse an dem „Health Technology Fonds“ von Venture-Kapitalgeber Earlybird. Thom Rasche von Earlybird bezeichnet es als strategisch sinnvoll, die Krankenkassen früher in den Innovationsprozess einzubinden.
In weiteren Vorträgen ging es unter anderem um die Bedeutung von Acceleratoren zur Finanzierung von Ideen für die Digitalisierung der Medizin in der sehr frühen Phase oder um den Beitrag von Familienstiftungen für die Wachstumsfinanzierung von jungen Unternehmen. Jared Sebhatu von German Life Sciences Accelerator warnt, die deutschen MedTech-Unternehmen müssten aufpassen, „nicht bloße Hardware-Lieferanten von Software-Unternehmen zu werden, die dann US-dominiert sind“.
Die BVMed-Veranstaltungsreihe, die gemeinsam mit dem Venture-Kapitalgeber Earlybird durchgeführt wird, soll Ideen aufzeigen, wie neue Produkte und
angrenzende Services am Markt etabliert und neue Ideen für die Zukunft generiert werden können.
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