21.09.2018

Infoblatt für Wundversorgungsprodukte

Berlin – Nach der Änderung der Verbandmittel-Definition durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und der Beanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) herrscht Verwirrung. Um Aufklärung zu leisten, hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) jetzt ein Infoblatt veröffentlicht.

Infoblatt für WundversorgungsprodukteDarin stellt der BVMed klar: „Alle Wundversorgungsprodukte, die bisher verordnungs- und erstattungsfähig waren, sind dies auch weiterhin. Auch Wundversorgungsprodukte, die ergänzend weitere Zusatzeigenschaften haben, sind weiterhin zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnungs- und erstattungsfähig.“
Von der Änderung der Arzneimittel-Richtlinie seien in besonderem Maße Verbandmittel betroffen, die zusätzliche Eigenschaften haben, zum Beispiel solche, die antimikrobiell wirken, teilt der BVMed mit. Das BMG habe das teilweise beanstandet, sodass die Änderung vorerst nicht in Kraft tritt. Allerdings habe der G-BA gegen die Entscheidung des Ministeriums Rechtsmittel eingelegt und angekündigt, die Richtlinie nicht zu veröffentlichen.
Und nun? Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung vor dem Bundessozialgericht ändere sich bei der Verordnung für die Versicherten nichts, teilt der BVMed mit. „Die bisherige Erstattungspraxis und Zuordnung zu den Verbandmitteln bleibt erhalten. Die einjährige Übergangsfrist für sonstige Produkte zur Wundbehandlung tritt erst nach Veröffentlichung der Abgrenzungsrichtlinie durch den G-BA in Kraft.“
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