26.10.2015

Implantatpass seit 1. Oktober verpflichtend

Berlin – Seit dem 1. Oktober 2015 müssen Krankenhäuser und ambulante Zentren, die medizinische Implantate einsetzen, den Patienten einen Implantatpass in Papierform aushändigen. Darauf hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hingewiesen.

Implantatpass seit 1. Oktober verpflichtendDie verpflichtende Einführung gilt nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung für: alle aktiven Implantate (mit einer eigenen Energiequelle ausgestattet, beispielsweise Herzschrittmacher), für Herzklappen, nicht resorbierbare Gefäßprothesen und -stützen, Gelenkersatzimplantate für Hüfte oder Knie, für Wirbelkörperersatzsysteme und Bandscheibenprothesen sowie Brustimplantate. Der Pass muss den vollständigen Namen des Patienten, Bezeichnung, Art und Typ sowie Loscode oder Seriennummer des Medizinproduktes, Hersteller, Datum der Implantation und den Namen der verantwortlichen Person und Einrichtung, die die Implantation durchgeführt haben, beinhalten (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 MPBetreiberVO).
Hintergrund sind Änderungen der Medizinprodukte-Betreiberverordnung aus dem Jahr 2014. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Patientensicherheit bei der Anwendung von Implantaten zu verbessern.
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