15.11.2016

Hilfsmittel: BVMed fordert gleiche Patientenrechte für alle

Berlin – Menschen, die Hilfsmittel benötigen, dürften hinsichtlich ihrer Patientenrechte nicht schlechter gestellt werden als Menschen mit einer Krebserkrankung. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) angesichts der vorgesehenen Regelungen zu Ausschreibungen im Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG).

Hilfsmittel: BVMed fordert gleiche Patientenrechte für alleMenschen mit Krebserkrankungen sollen nach dem Gesetzentwurf zukünftig auch bei Ausschreibungen – sogar bei bereits durchgeführten Ausschreibungen – weiterhin das Patientenrecht der freien Apothekenwahl haben. Ziel des Gesetzgebers ist es, bei Ausschreibungen im Bereich der Zytostatika-Versorgung keine Einschränkungen hinsichtlich der Auswahl der versorgungsberechtigten Apotheken hinzunehmen, um so eine friktionsfreie Versorgung zu gewährleisten. Was für die Arzneimittelversorgung von Krebskranken gelte, müsse nach Ansicht des BVMed basierend auf dem Gleichheitsgrundsatz des Artikels 3 des Grundgesetzes auch für die Patienten gelten, die auf eine Hilfsmittelversorgung angewiesen sind. „Zumal auch im Hilfsmittelbereich die Kooperation zwischen Arzt, Patient und Leistungserbringer für eine reibungslose Versorgung zwingend notwendig ist“, so der BVMed in einer Pressemitteilung.
Deshalb fordert der Verband, dass Menschen mit einem Hilfsmittelbedarf im Zuge der aktuell diskutierten Hilfsmittelreform (HHVG) auch bei Ausschreibungen das Recht der freien Wahl ihres Leistungserbringers erhalten. Dieses Recht sollte dem BVMed zufolge ebenfalls – wie im Bereich der Onkologie geplant, rückwirkend für bereits durchgeführte Ausschreibungen eingeführt werden.
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