17.05.2016

Herzkranzgefäße: Neue Technologie für medizinische Ultrasonografie

Hannover – Das Laser Zentrum Hannover (LZH) und das Technion – Israel Institute of Technology arbeiten in einem Zusammenschluss aus Forschern an einem optoakustischen Sensor für die medizinische Ultrasonografie.

Die Wissenschaftler wollen intravaskuläre Diagnostik und Ultraschalltechnologie miteinander kombinieren. Die neue Technologie werde auf der optischen Interferometrie beruhen. Das intravaskuläre Modul soll mit einem optoakustischen Bildgebungssensor ausgestattet werden, um so von innen bis zu 1 mm tiefe Einblicke in das Gewebe der Herzkranzgefäße zu ermöglichen. Dafür werden Laserimpulse vom Gefäßgewebe absorbiert, die in einer Beleuchtungsfaser geführt werden. Der dadurch entstehende Ultraschall werde dann mittels einer akustischen Linse auf ein faserbasiertes Ultraschall-Detektorelement gelenkt. Die Umwandlung in optische Signale ermögliche eine vollständige Abbildung der Gefäßwände. Durch Abweichungen im Reflexionsmuster des optischen Interferenzfilters könnten krankhafte Veränderungen des Gewebes festgestellt werden.
Mit einem solchen Sensor könne die Diagnose von Erkrankungen wie etwa Arteriosklerose erleichtert werden, da eine deutlich höhere Auflösung im Vergleich zur gängigen Technologie erwartet werde. Die optische Interferometrie solle auch als Alternative zur herkömmlichen Ultraschalldetektion für technische Anwendungen untersucht werden.
Das Forschungsprojekt „Integrated silica-based photoacoustic probe for intravascular imaging via laser micro-machining and interferometric sensors“ wird bis Anfang 2019 im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ durch das Land Niedersachsen unterstützt.
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