25.10.2018

Herbstumfrage: Medtech-Branche bleibt Jobmotor

Berlin – Im Großen und Ganzen schaut die Medtech-Branche positiv in die Zukunft. Das geht aus der Herbstumfrage des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) hervor, die der Verband beim 19. Berliner Medienseminar in der MedInform-Lounge vorstellt.

So rechnen 78 Prozent der Befragten mit einem besseren Umsatzergebnis in 2018 (2017: 73 Prozent), führt Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied, aus. Die Unternehmen sagen ein Wachstum im Inland von 4,2 Prozent (2017: 2,8 Prozent) voraus. „Die Branche bleibt auch 2018 ein Jobmotor“, betont Schmitt. So geben 51 Prozent an, Arbeitsplätze geschaffen zu haben. Gleichzeitig haben die Unternehmen Probleme, offene Stellen zu besetzen, besonders im Vertrieb. Der Innovationsklima-Index ist moderat angestiegen und liegt bei 4,7. Die Bewertung reicht von 0 für sehr schlecht bis 10 für sehr gut.
Negativ bewerten die befragten Betriebe die Auswirkungen der EU-Medizinprodukteverordnung. Laut Schmitt befürchten die Unternehmen, dass der Weg des Fortschritts in Deutschland länger dauere, während er in den USA beschleunigt werde. An der Umfrage beteiligten sich 110 Unternehmen.
Passend zur Herbstumfrage beschäftigt sich der BVMed-Vorstandsvorsitzende Meinrad Lugan beim Medienseminar mit der „Wunschliste für die nächsten Monate“ des Verbands an die Politik. „Wir wünschen uns eine positive Atmosphäre für den medizinisch-technischen Fortschritt und einen schnelleren Transfer von Forschungsergebnissen in die Gesundheitsversorgung“, sagt er. Lugan spricht sich für eine effizientere Nutzenbewertung bei den Verfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss aus sowie für eine bessere Transparenz und ein „Antragsrecht bei neuen Medizintechnologien“. Der Übergang von stationär zu ambulant müsse verbessert werden, beim Pflegestärkungsgesetz wünscht sich Lugan Anreize und Fördermaßnahmen für innovative Technologien, die kürzere Liegezeiten und niedrige Pflegekosten ermöglichen.
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