19.01.2018

Fraunhofer forscht an lebenslangen Implantaten

Dresden/Chemnitz – Langlebige Implantate zu entwickeln, um deren Verweildauer im Körper zu erhöhen – daran arbeiten derzeit das Fraunhofer FEP und das Fraunhofer IWU.

Fraunhofer forscht an lebenslangen Implantaten„Das Fraunhofer IWU forscht an sogenannten Formgedächtnismaterialien, wie sie beispielsweise bereits für Stents genutzt werden“, erklärt Christian Rotsch, Abteilungsleiter Medizintechnik am Fraunhofer IWU. „Das sind Materialien, die zum Beispiel durch einen thermischen Stimulus eine ,antrainierte’ Form annehmen können.“ Auch die Weiterentwicklung des 3D-Drucks stelle einen Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer IWU dar, wodurch individuelle, patientenspezifische Lösungen realisiert würden.
Damit Implantate besser im Körper einwachsen, könnten deren Oberflächeneigenschaften optimiert werden. Hier kommen die Kompetenzen des Fraunhofer FEP im Gebiet der Oberflächenveredelung zur Anwendung. Durch geeignete Beschichtungen und Modifizierungen könne auf vielen Substratmaterialien eine stabile Barrierewirkung erzielt werden, um den Austritt von Ionen oder anderen zytotoxischen Bestandteilen zu unterbinden. „Nickelhaltige Implantate werden so beschichtet und modifiziert, dass beim Patienten keine Allergie ausgelöst werden kann und zudem das Zellwachstum auf der Oberfläche gezielt gesteuert wird“, erläutert Gaby Gotzmann, Projektleiterin in der Gruppe Medizinische Applikationen am Fraunhofer FEP.
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