09.06.2016

Durchbruch in der zahnmedizinischen Bildgebung

Freiburg – Forscher und Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg haben eine Methode der Magnetresonanztomografie (MRT) entwickelt, mit der schnell hochauflösende dreidimensionale Bilder gemacht werden können.

Im Unterschied zum Röntgen lässt sich damit nicht nur Hartgewebe wie Zähne und Knochen darstellen, sondern auch Weichgewebe wie Zahnfleisch und Nerven.
„Die neue Methode trägt wesentlich dazu bei, dass die Magnetresonanztomographie in Zukunft die konventionelle Röntgendiagnostik in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ersetzen wird“, sagt Prof. Katja Nelson, Oberärztin an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. „Vor einer Operation können wir Kieferknochen, Gefäß-Nerven-Stränge und das umgebende Weichgewebe darstellen und so bei der Operation besonders schonend vorgehen, ohne den Nerv zu treffen“, so Nelson weiter. Da für die Patienten keine Strahlenbelastung besteht, könnten Ärzte die Bildgebung auch erstmals zur regelmäßigen Kontrolle des Heilungsverlaufs einsetzen.
Die Wissenschaftler stellten das als Dental-MRT bezeichnete Verfahren kürzlich in den Fachmagazinen Scientific Reports und European Radiology vor.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter