27.04.2015

DFG-Nachwuchspreis für schonendere OPs mit Robotern

Berlin (pag) – Dr. Jessica Burgner-Kahrs ist Preisträgerin des Heinz Maier-Leibnitz-Preises 2015, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesforschungsministerium vergeben wird. Sie arbeitet mit ihrem Team an neuen Möglichkeiten für Operationen mittels Roboter.

Burgner-Kahrs leitet die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe „Continuum Robots for Surgical Systems (CROSS)“ am Mechatronik-Zentrum (MZH) an der Leibniz Universität Hannover. Die Gruppe erforscht Grundlagen der Kontinuumsrobotik wie mechanische Auslegung, Modellierung, Sensorik oder Bewegungsplanung. Forscher von CROSS arbeiten an Methoden, wie Roboter für chirurgische Eingriffe noch präziser und schonender eingesetzt werden können. Dabei werden Kontinuumsroboter mit tentakelartigen Armen aus mehreren winzigen superelastischen Röhrchen gebaut. So können auch schwer zugängliche Räume minimalinvasiv erschlossen werden. Derzeit entwickelt die Experten um Burgner-Kahrs in einem internationalen Kooperationsprojekt ein verbessertes Verfahren, um Gehirnblutungen bei Schlaganfallpatienten zu behandeln.
Dr. Jessica Burgner-Kahrs studierte an der Universität Karlsruhe und promovierte 2010 über das Thema „Roboter-assistierte Laserknochenablation“. Von 2010 bis 2012 war sie Research Associate an der Fakultät für Maschinenbau, Vanderbilt University in Nashville/USA, bevor sie Geschäftsführerin am Mechatronik-Zentrum wurde. Anfang Mai 2013 wurde sie in das DFG-Programm zur Förderung herausragender Nachwuchswissenschaftler aufgenommen.

Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis an hervorragende junge Forscher verliehen. In diesem Jahr wurden der Jury 127 Wissenschaftler vorgeschlagen. Insgesamt gibt es fünf Preisträger, die ihre mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 5. Mai in Berlin erhalten.
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