18.11.2020

BVMed: Versorgung mit intelligenten Lösungen sicherstellen

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) drängt auf intelligente Lösungen, um auch während der Corona-Pandemie die medizinische Gesamtversorgung der Menschen in Deutschland sicherzustellen. Aus den Fehlern des ersten Lockdowns müsse gelernt werden.

BVMed: Versorgung mit intelligenten Lösungen sicherstellenBVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll verlangt: „Alle Patientengruppen, die notwendige stationäre Versorgung und insbesondere Operationen brauchen, benötigen den zeitnahen Zugang zu stationären Leistungen.“ Im Frühjahr 2020 waren Operationen ohne Differenzierung verschoben worden. Darunter litt die notwendige stationäre Versorgung von Menschen mit teilweise ernsten und lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Daraus müsse gelernt werden, intelligente Lösungen seien zu entwickeln, meint der BVMed-Vertreter.

Nach Mölls Einschätzung sind die Krankenhäuser heute viel weiter als im Frühjahr. Es werde beispielsweise eine strikte Trennung zwischen Covid-Bereichen und anderen Versorgungsbereichen vorgenommen. Das einseitige Abziehen von Krankenhauspersonal aus anderen klinischen Bereichen in die Covid-Versorgung hält der BVMed für aktuell nicht zielführend. Patientinnen und Patienten, die dringend behandlungsbedürftig sind, müssten nicht aus Verunsicherung vor einer Operation den Eingriff absagen. Der Verband verweist zudem darauf, dass in vielen Bereichen dank minimalmedizinischer Eingriffe und moderner Operationsmethoden intensivmedizinische Versorgungen auf das Nötigste beschränkt bleiben.

Um intelligente Lösungen zu etablieren und den Menschen die Verunsicherung vor einer Krankenversorgung zu nehmen, fordert der BVMed eine taggenaue Transparenz über die Gesamt-Kapazitäten in verschiedenen Versorgungsbereichen im Krankenhaus. Bund und Länder müssten zudem eine abgestimmte Strategie vorlegen, um Patientenversorgung zu steuern und sicherstellen. Dazu gehöre auch die stärkere Einbindung von telemedizinischen Lösungen, um nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. „Wir können nicht von Lockdown zu Lockdown gehen. Wir müssen die Gesamtversorgung auch während der Pandemie sicherstellen“, so Möll abschließend.
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