19.03.2018

BVMed verlangt Erstattung von implantierbaren Ereignis-Rekordern

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) verlangt eine zügige Aufnahme implantierbarer Ereignis-Rekorder in den ambulanten Leistungskatalog sowie in den Katalog „Ambulantes Operieren im Krankenhaus“ (AOP). Ansonsten bleibe Patienten die empfohlene Behandlung versagt.

BVMed verlangt Erstattung von implantierbaren Ereignis-RekordernVon dem Ereignis-Rekorder profitierten vor allem Patienten mit einem Schlaganfall, dessen Ursache ungeklärt ist, sowie Patienten, die plötzlich und wiederkehrend in Ohnmacht fallen.
Der BVMed beantragte im Juni 2017 die Aufnahme in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) beim Bewertungsausschuss Ärzte. Dieser hat dem Verband jetzt mitgeteilt, dass er die Aufnahme prüfen werde. Dem BVMed zufolge wird die Erstattung von Ereignis-Rekorder-Implantationen bei einem stationären Krankenhausaufenthalt zunehmend von den Krankenkassen abgelehnt, wenn ansonsten kein medizinischer Grund für eine vollstationäre Behandlung bestehe. Die Begründung laute, dass ein solcher Eingriff auch ambulant möglich sei. Eine ambulante Implantation werde jedoch noch nicht vergütet, da eine EBM-Ziffer fehle. „Dies führt zu der Situation, dass Patienten die empfohlene Behandlung versagt bleibt“, so der BVMed.
„Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, dass Patienten durch die fehlende EBM-Ziffer nicht versorgt werden und die Ärzte ihrem bedarfsgerechten Versorgungsauftrag durch das Fehlen einer gesicherten Vergütung nicht mehr nachkommen können“, kritisieren die BVMed-Experten der Mitgliedsunternehmen, die die führende Kraft hinter der Entwicklung des implantierbaren Herzmonitors sind. Die Aufnahme in den EBM- und den AOP-Katalog müsse daher zügig umgesetzt werden, um bundesweit die ambulante Versorgung mit einem implantierbaren Herzmonitor zu ermöglichen. Selektive Versorgungsangebote vereinzelter Krankenkassen wie der DAK oder der AOK Baden-Württemberg bestätigten zwar die Anerkennung der Methode. Die Folge seien allerdings bundesweit uneinheitliche Insellösungen, die letztlich nur von ausgewählten gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen werden könnten.
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