19.11.2018

BVMed macht sich für Adipositas-Patienten stark

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert einen Nationalen Adipositas Plan. Er spricht sich außerdem gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von Betroffenen aus und setzt sich für eine bessere Aufklärung über die metabolischen Ursachen ein. Es mangele an einer bedarfsgerechten medizinischen Versorgung, sagt der BVMed anlässlich des Welt-Adipositas-Tags am 11. Oktober.

BVMed macht sich für Adipositas-Patienten starkFür einen langfristigen Behandlungserfolg sei eine stadiengerechte und auf jeden Patienten individuell abgestimmte Therapie unerlässlich, wünscht sich der BVMed. Als notwendig erachtet er ganzheitliche Ansätze, von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien bis hin zu gegebenenfalls chirurgischen Therapien. Betroffene fänden außerdem nur mühsam effektive Behandlungsmöglichkeiten. „Viele Programme sind regional begrenzt und keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen“, klagt der Verband. Das könnte sich mit einem Nationalen Adipositas Plan ändern, adressiert er die Politik.

Der BVMed weist auf die Folgen von Adipositas hin: „Schon bei einer geringen Ausprägung kann sie die Form einer chronischen, komplexen Stoffwechselerkrankung einnehmen.“ Das bringe ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen mit sich. Als Beispiel nennt der BVMed Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislaufstörungen. „Die Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit krankhafter Adipositas sind nachweislich eingeschränkt“.
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