18.06.2019

BVMed fordert Neustart im Strategieprozess Medizintechnik

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) spricht sich für einen zügigen Neustart des Strategieprozesses Medizintechnik aus. Denn: „Unsere mittelständisch geprägte MedTech-Branche steht durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung und die Digitalisierung vor großen Herausforderungen“, sagt BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

BVMed fordert Neustart im Strategieprozess MedizintechnikNach dem letzten Strategieprozess-Bericht von 2012 seien die Informationsplattform zur Unterstützung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie ein „Fachprogramm Medizintechnik“ aufgebaut worden. Weitere Initiativen und strukturierte Dialoge seien aber zu kurz gekommen, kritisiert der Verband. Er wolle sich aktiv beim Strategieprozesses einbringen. Aspekte seien dabei die Evaluierung des Fachprogramms, Unterstützungsprogramme für KMU bei EU-Medizinprodukte-Verordnung und der Digitalisierung sowie die Analyse und Weiterentwicklung der Arbeit des Innovationsbüros beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Die Bundesregierung betont in einer Antwort (Drucksache (19/10457) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion (DS 19/9587) zum Strategieprozess die Bedeutung der Branche innerhalb der Gesundheitswirtschaft. Deutsche Firmen gehörten mit einer Exportquote von 64 Prozent häufig zur Weltspitze, heißt es.
Der Strategieprozess wurde 2011 initiiert. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auszubauen, die Patientenversorgung zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu steigern sowie die Innovationskraft der medizintechnischen Forschung zu stärken. Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Gesundheitswesen erarbeiteten gemeinsam Handlungsempfehlungen. Im Mai 2016 wurde das Fachprogramm Medizintechnik veröffentlicht. Innovative Ansätze aus der Forschung sollen schneller in die Gesundheitsversorgung gebracht werden.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter