25.10.2018

BVMed blickt in die Zukunft

Düsseldorf – Kliniken und Medizinprodukte-Unternehmen werden künftig Geschäfts- und Wertschöpfungspartner. Sie arbeiten gemeinsam an der Optimierung der Versorgungsprozesse und entwickeln Lösungen für eine bessere Patientenversorgung. Das ist die Vision der Experten der vierten MedTech-Vertriebskonferenz von MedInform in Düsseldorf mit rund 200 Teilnehmern. MedInform ist der Informations- und Seminarservice des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed).

Nach Auffassung des BVMed befinde sich die Branche durch die Digitalisierung, die Veränderungen im Klinikmarkt und neue regulatorische Anforderungen in einem Umbruch. Um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, müssen sich die Unternehmen „vom reinen Produktlieferanten zum Lösungsanbieter“ wandeln.
Bei den Servicelösungen gehe es dabei um einen individuellen Mehrwert für den Patienten, sagt Dr. Dirk Ghadamgahi (Johnson & Johnson Medical): „Wir sind auf der Gewinnerseite, wenn wir das Ergebnis für den Patienten verbessern und gleichzeitig die Prozesskosten in der Versorgung reduzieren."
Die Unternehmen könnten ihr Wissen einbringen, um die Behandlungsergebnisse der Kliniken und Ärzte anzugleichen und zu verbessern, betont Dr. Jens Deerberg-Wittram (Boston Consulting). Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen biete sich in der Zusammenarbeit mit Start-ups eine Chance, ein von Unternehmergeist geprägtes Handeln bei den Mitarbeitern zu entfachen, so Darius Moeini (NUMA Berlin). Adelheid Jakobs-Schäfer (Sana Kliniken) und Stefan Krojer (Johanniter) betonen die Bedeutung von Lieferanten als strategische Partner, um „gemeinsam mit dem Einkauf die Medizin, Wirtschaftlichkeit und Innovationen zu fördern“.
Das Ziel von neuen Systempartnerschaften sei es, gemeinsam Prozesse zu optimieren, Wirtschaftlichkeitsreserven zu heben, Innovationen zu fördern und damit die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern, fasst Moderator und BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt zusammen.
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