16.04.2019

BVMed begrüßt beschleunigte Methodenbewertung

Berlin – Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hebt einen Punkt des im Bundestag verabschiedeten Terminservice- und Versorgungsgesetzes besonders hervor: die Vereinfachung der Erprobungsverfahren. Die dazu gehörigen Studien können Medtech-Unternehmen nun auf eigene Kosten selbst beauftragen.

Es sei ein „erster und richtiger Schritt zur beschleunigten Methodenbewertung“, kommentiert Joachim M. Schmitt, zum damaligen Zeitpunkt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied, diesen TSVG-Inhalt. „Wer bestellt, der bezahlt“, lautet nun das Prinzip, das der BVMed gutheißt. Eigentlich führt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Erprobungsverfahren durch und bezahlt sie. Die vom G-BA „sehr restriktiv“ ausgelegte Potenzialprüfung werde vom Gesetzgeber mit dem TSVG wieder abgeschafft, teilt der BVMed mit. Verbesserungen sieht der Verband auch bei der Antragstellung für Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB). „Die Krankenhäuser müssen bei ihren NUB-Anträgen zu neuen medizintechnischen Verfahren künftig das Einvernehmen mit dem betroffenen MedTech-Unternehmen herstellen“, sagt der BVMed. Positiv bewertet er zudem die Erweiterung der Beratungsmöglichkeiten für Unternehmen durch den G-BA.
Die Abschaffung der Hilfsmittelausschreibungen kommt beim BVMed ebenfalls gut an. Für Schmitt sei es „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Sicherstellung einer qualitativen Hilfsmittel- und Homecare-Versorgung auf der Grundlage eines Qualitätswettbewerbs anstelle des bisherigen Preiswettbewerbs“.
Auch die vorgesehene Beschleunigung der Methodenbewertung im geplanten „Gesetz zur Errichtung des Deutschen Implantateregisters“ stößt beim BVMed auf Zustimmung. Mit den BMG-Vorschlägen wäre nach Ansicht des Verbands zukünftig auch gewährleistet, dass die seiner Ansicht nach überlangen Verfahren zur Aufnahme von Leistungen in den ambulanten Erstattungskatalog beschleunigt werden. Wichtig sei zudem, den von der jeweiligen Methodenbewertung betroffenen Medizinprodukte-Herstellern ein Mitspracherecht einzuräumen.
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