21.09.2018

Biomedizintechnik im Visier

Jena – ThIMEDOP heißt das neue Innovationszentrum für Medizintechnik, das derzeit in Thüringen entsteht. Träger sind das Universitätsklinikum Jena, die Technische Universität Ilmenau und das Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT).

Biomedizintechnik im Visier„ThIMEDOP steht für Thüringer Innovationszentrum für Medizintechnik-Lösungen (Diagnose, Therapie, Optimierung durch optische Lösungen). Es wird sich vor allem der Stammzell- und Altersforschung sowie der Onkologie widmen und Forschungsprojekte im Bereich der Biomedizintechnik und Mikroskopie durchführen“, teilt das Thüringer Wissenschaftsministerium mit. „Zudem sollen neue optische, spektroskopische und biotechnologische Nachweisverfahren entwickelt, die Dauer zur Entwicklung zertifizierter Medizinprodukte verkürzt und generell der Transfer von Forschungsergebnissen in wirtschaftlich verwertbare Verfahren und Produkte beschleunigt werden.“ Das Ministerium unterstützt die drei Träger insgesamt mit 9,5 Millionen Euro. Davon sollen Forschungsgroßgeräte gekauft und die Personalkosten gedeckt werden.

Das Zentrum soll künftig im Forschungsgebäude CetraMed beheimatet sein, das ab kommendem Jahr auf dem Gelände des Universitätsklinikums errichtet werden soll. „Im ThIMEDOP können sich Ärzte, Ingenieure und Grundlagenwissenschaftler weiter vernetzen, um mit Hilfe optischer Technologien aus der klinischen Praxis kommende Probleme und Fragestellungen zu bearbeiten und entsprechende Lösungen und Anwendungen für die klinische Praxis zu entwickeln“, sagt Prof. Andreas Hochhaus, Prodekan für Forschung der Medizinischen Fakultät.

Laut Prof. Ralf Mrowka, ThIMEDOP-Sprecher und Leiter einer involvierten Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum, erfolge nun die Ausschreibung der Geräte. Das Innovationszentrum werde Projekte von der wissenschaftlichen Idee bis zur frühen Produktentwicklung im Bereich der Diagnostik und Therapie zusammenführen und ihnen eine gemeinsame Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Das ThIMEDOP ist nach ThIMo, CEEC, InQuoSens, ThZM das fünfte von insgesamt sechs Innovationszentren, die das Land fördert und deren Einrichtung vom Wissenschaftsrat befürwortet wird.
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