16.10.2020

Assistenzroboter für komplexe Tumorerkrankungen

Berlin – Ein neuer OP-Roboter kommt jetzt in der Berliner Charité – Universitätsmedizin zum Einsatz. Er soll komplexe Tumorerkrankungen des Nervensystems bei den kleinsten Patienten operativ versorgen können. Das neue System gilt als noch minimalinvasiver, schonender und sorgt laut Charité für eine deutlich kürzere Operationszeit.

Der Assistenzroboter komme beispielsweise bei neurologischen Erkrankungen zum Einsatz, die ein Vordringen in tiefere Gehirnstrukturen nötig machen, teilt die Charité mit. So könne etwa zur Diagnose von Hirntumoren mit der Entnahme einer Gewebeprobe festgestellt werden, ob eine Geschwulst gut- oder bösartig ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Elektroden im Gehirn zu platzieren, um bei einer Epilepsie zu messen, in welcher Hirnregion die Erkrankung ihren Ursprung hat.

„In unserer Klinik behandeln wir ein großes Spektrum von Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, die operativ versorgt werden müssen. Die meisten davon betreffen das Gehirn oder das Rückenmark“, erklärt Prof. Ulrich-Wilhelm Thomale, Leiter der Pädiatrischen Neurochirurgie am Charité-Campus Virchow-Klinikum. „Um diese Tumoren zu erreichen, brauchen wir sehr fortgeschrittene Technik, damit wir mit höchster Präzision an sie rankommen, um unsere Patienten noch optimaler versorgen zu können.“ Das System könne auch für kommende neuartige Therapien bei Kindern weiterentwickelt werden.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter