08.06.2016

Minimalinvasive Chirurgie: Die 3D Laparoskopie bietet ein hohes Maß an chirurgischer Sicherheit, von der Patient und Operateur gleichermaßen profitieren

Eltville – Seit rund 25 Jahren gilt die Laparoskopie, auch „Schlüssellochchirurgie“ genannt, als zukunftsweisend bei der Behandlung von Patienten, welche sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen. Dabei werden kleine Einschnitte in die Bauchdecke vorgenommen und über so genannte „Schleusen“ (Trokare) spezielle endoskopische Instrumente und Endoskope in den Bauchraum eingeführt. Das Innere des Bauches wird dabei von einer Kamera aufgenommen und für den Arzt auf einen Monitor dargestellt. Im Vergleich zur herkömmlichen, konventionellen Operation hat die minimalinvasive Chirurgie für den Patienten den Vorteil der geringen Operationsschmerzen, einer rascheren Erholung nach der Operation, kürzere Krankenhausaufenthalte, kürzere Arbeitsunfähigkeit und kleinerer Narben.

Minimalinvasive Chirurgie: Die 3D Laparoskopie bietet ein hohes Maß an chirurgischer Sicherheit, von der Patient und Operateur gleichermaßen profitierenGenerell werden dazu Kameras und Monitore verwendet, welche nur ein zweidimensionales Bild darstellen können. Da alle Bewegungen der Instrumente nur auf dem 2D Monitor verfolgt und koordiniert werden können, ist dies eine stetige Herausforderung und schränkt den Arzt bei der Beurteilung des Operationsverlaufes und Orientierung teilweise ein. Der Arzt muss das zweidimensionale Bild vom Monitor in seinem Kopf erst in ein dreidimensionales „umrechnen“, um die Instrumente sicher führen zu können. Dies benötigt viel Übung und anfangs auch mehr Zeit beim Ausführen der Operationsschritte. Zudem ermüdet auch das Gehirn durch das ständige Umdenken bei mehreren Operationen am Tag.
Ein Quantensprung war deshalb die Einführung der 3D Technologie bei Videokameras und Monitoren: Sie ermöglicht dem Arzt, sich im Bauchraum genauso sicher zu bewegen, als könne er direkt ins Innere des Patienten sehen. Die dritte Dimension, welche bei der 3D Technologie zum Tragen kommt, ähnelt dem 3D Erlebnis im Kino. Der Unterschied für den Operateur ist ein zum Kinobild unterschiedlicher Effekt: Das Körperinnere wird wie Kulissen im Theater hintereinander in der Tiefe dargestellt, im 3D Kino treten die Objekte dem Betrachter entgegen.
Dies ermöglicht dem Arzt ein sicheres Greifen und konzentriertes Operieren ohne dass er sich nach mehreren Operationen ermüdet fühlt. Das führt nicht nur dazu, dass die Eingriffe in einer kürzeren Zeit von statten gehen, was natürlich auch eine kürzere Zeit des Patienten in Narkose bedeutet, sondern auch eine Verringerung des während der Operation auftretenden Blutverlustes. Somit können Patienten mit 3D noch schonender operiert werden und sich nach dem Eingriff schnell erholen.
Das 3D Laparoskopie System „EinsteinVision“ beispielsweise steht Ärzten schon seit 2012 in vielen Kliniken in Deutschland zur Verfügung. Patienten können entsprechende Eingriffe sowohl in der Chirurgie, Gynäkologie und Urologie bis hin zur Herz- und Thoraxchirurgie damit durchführen lassen.
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