16.09.2020

3-D-Modelle für bessere Operationen

Leipzig – Für mehr Sicherheit und Präzision bei schwierigen Eingriffen im Bereich des kleinen Beckens nutzen Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) mit dem 3-D-Drucker gefertigte Modelle.

3-D-Modelle für bessere Operationen„Das kleine Becken hat aus Sicht des Operateurs den Nachteil, dass hier Organe wie Rektum, Harnblase, Uterus sehr dicht beieinanderliegen und große Blutgefäße verlaufen“, erläutert PD Dr. Boris Jansen-Winkeln, stellvertretender Leiter des Bereichs Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig. Für einen Operateur sei es deshalb wichtig, mit den individuellen Räumen und Lagebeziehungen in diesem Bereich vertraut zu sein.
Um bei schwierigen operativen Eingriffen in der Region des kleinen Beckens Sicherheit und Präzision zu erhöhen, nutzen die Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig dreidimensionale Modelle, anhand derer die Operateure die anatomischen Verhältnisse des Patienten aus allen Perspektiven genau studieren können. Dafür erstellen sie zuerst Aufnahmen der Körperregion mit dem Computertomographen. Aus diesen Aufnahmen fertigt die Arbeitsgruppe „Next3D“ des UKL den dreidimensionalen und mehrfarbigen Druck in Originalgröße. Dieser Ausdruck helfe den Medizinern schließlich dabei, Operationen „ohne Verletzung von Organen, Gefäßen und Nerven zu Ende zu führen“, sagt Jansen-Winkeln. Nützlich seien die Modelle vor allem bei schwierigen Tumor-Operationen, etwa wenn Rezidive entfernt werden müssten. Bei vergleichsweise einfachen Operationen seien die Modelle hingegen nicht notwendig.
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