16.12.2019

Tattooentfernung: Neues Verfahren in der Entwicklung

Köln – Laser plus Ultraschall: Das ist nach Ansicht von Wissenschaftlern und Medizinern aus Köln und Essen das richtige Rezept für eine schonende Entfernung einer Tätowierung.

Üblich ist es, ein Tattoo mittels Laser zu entfernen. Dafür sind bis zu 15 Sitzungen nötig, am Ende gelingt nur bei einem kleinen Teil der Menschen eine komplette Entfernung der gestochenen Körperbilder. Zudem bleiben oft Narben zurück. Eine angenehmere, schmerzfreiere und kürzere Behandlung soll die Kombination von Laser und Ultraschall bringen. „Wir erhoffen uns vom Ultraschall mehrere Dinge: Er soll das Gewebe anregen und auflockern, damit sich die Farbpigmente leichter lösen. Darüber hinaus erwarten wir, dass die Farbpigmente durch die Kombination von Laser und Ultraschall besser zerkleinert werden“, sagt Prof. Axel Wellendorf vom Campus Gummersbach der TH Köln. Zudem erfahre die Haut durch den Ultraschall eine Tiefenmassage. Dadurch werde der Stoffwechsel aktiviert und der Transport von Lymphflüssigkeit vorangetrieben. Die Aktivität der Zellen wird gesteigert und deren Regeneration vorangetrieben. Damit der Ultraschall seine Wirkung entfalten kann, muss er vor, während und unmittelbar nach dem Laser-Impuls auf das Gewebe wirken.
Die Projektpartner der TH Köln, des Uniklinikums Essen und der Firma Epidemic wollen ein Handgerät entwickeln, das beide Techniken vereint. Neben der Laser- und der Ultraschalleinheit soll auch eine Kamera integriert sein, die ein Live-Bild der zu behandelnden Hautpartie zeigt. Die Hautklinik des Universitätsklinikums Essen wird die neue Technik präklinisch und später an Probanden testen. Das Vorhaben wird über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.
Laut dem Statistischen Bundesamt haben etwa 25 Prozent der Deutschen mindestens eine Tätowierung. Von diesen wiederum hat rund ein Viertel schon einmal das in die Haut gestochene Motiv bereut.
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