20.07.2012

Studie: Immer mehr Menschen adipös

Berlin – In Deutschland leben immer mehr Menschen mit Adipositas. Das zeigen Ergebnisse der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), die das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht hat.

Demnach gibt es zwar beim Anteil der Übergewichtigen (67,1 Prozent bei Männern, 53 Prozent bei Frauen) keine großen Veränderungen gegenüber 1998. Bei Adipositas ist dagegen ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Vor allem bei Männern stieg die Quote von 18,9 auf 23,3 Prozent an. Bei Frauen ist der Anteil nur leicht gestiegen – von 22,5 auf 23,9 Prozent. „Besorgniserregend ist, dass sich die Gruppe der Adipösen insbesondere im jungen Erwachsenenalter weiter vergrößert hat“, sagt Bärbel-Maria Kurth, im RKI Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung.
Insgesamt sind in dem Bericht Ergebnisse eines neuen großen Erwachsenen-Gesundheitssurveys vorgestellt – mit Daten zu Übergewicht, Diabetes, körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und Funktionseinschränkungen im Alter. Das Erhebungsprogramm bestand nicht nur aus mehreren Befragungen, sondern auch aus körperlichen Untersuchungen und Tests sowie Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben. „Die gewonnenen Daten zu Gesundheitsstatus, Versorgung, Gesundheitsverhalten und Lebensbedingungen sind eine solide Basis für die bedarfsgerechte gesundheitspolitische Planung und die Weiterentwicklung der Präventionsmaßnahmen in Deutschland“, betont Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.
DEGS ist Teil des Gesundheitsmonitorings, neben dem Infektionsschutz das zweite große Aufgabengebiet des RKI. Zuletzt war ein solcher Survey Ende der Neunzigerjahre durchgeführt worden (BGS98). Die Datenerhebung bei DEGS fand von November 2008 bis Januar 2012 statt.
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