25.06.2012

Studie: Golf hilft nach Schlaganfall

Regensburg – Ausdauersport kann Schlaganfallpatienten beim oftmals langen Weg zurück zu einem normalen Leben helfen. Eine Studie an der Universität Regensburg belegt nun die positive Wirkung des Golfspielens.

„Alle Teilnehmer haben sich in den körperlichen, motorischen und geistigen Bereichen verbessert“, sagt Studienleiter Tobias Schachten. Neben den körperlichen Fortschritten habe das Golfen in der Gruppe auch zum sozialen und psychischen Wohlbefinden beigetragen.
Die Patienten hatten zunächst zweieinhalb Monate zweimal pro Woche spezielle Übungen mit dem Schläger und dem Ball absolviert, ohne klassisches Golf zu spielen. Bereits danach hätten sich deutliche Verbesserungen eingestellt. Derzeit läuft die zweite Phase der Studie, bei der die Teilnehmer auf dem Golfplatz üben. „Wir gehen davon aus, dass die Natur noch einmal einen positiven Einfluss hat“, erläutert Sportwissenschaftler Schachten.
Generell sei jede Art von regelmäßiger Bewegung hilfreich, insbesondere Ausdauersportarten, so der zweite Vorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, Prof. Joachim Röther, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Golfspielen kann sich mit seinem speziellen Anforderungen aber durchaus noch positiver auf die Heilung auswirken.“ Neben den kognitiven und koordinativen Aspekten sei das spielerische Element wichtig. „Das Belohnungssystem im Gehirn wird eher als beim Walking, Radfahren oder Wandern angesprochen und sorgt so für viele positive emotionale Aspekte“, betont der Chefarzt der Neurologischen Klinik an der Asklepios Klinik in Hamburg/Altona. Außerdem habe der Sport in der Gruppe eine große soziale Komponente, fordere und fördere die Kommunikation untereinander.
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