10.12.2018

Studie beweist hohe Qualität von Telemedizin

Mainz – Digitale Medizin bietet eine sichere, kostengünstige und zeitsparende Alternative in der Nachsorge chirurgisch behandelter Kinder, wie die erste in Deutschland publizierte Studie zu diesem Thema der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz belegt.

Studie beweist hohe Qualität von TelemedizinDie Qualität der klinischen Datenübertragung sei so gut, dass die behandelnden Ärzte oft ohne Abstriche ihre Diagnostik durchführen und die Patienten sicher versorgen können, informieren die Mainzer Forscher. Somit biete die telemedizinische Nachsorge nach dem Krankenhausaufenthalt eine kostengünstige und zeitsparende Alternative. Die Ergebnisse sind im Journal of Pediatric Surgery veröffentlicht. „Unsere Klinik hat als erste in Deutschland einen derartigen Schwerpunkt etabliert und leistet in diesem Bereich Pionierarbeit“, sagt Prof. Oliver Muensterer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie.

Im Rahmen der randomisierten Studie können Dr. Jan Gödeke, Oberarzt an der Einrichtung, und sein Team erstmals zeigen, dass eine via Online-Video-Kommunikation durchgeführte Nachsorge kinderchirurgisch behandelter Kinder medizinisch sicher ist. Die Qualität der Datenübertragung sei so gut gewesen, dass eine Interpretierbarkeit sehr gut möglich war und sich alle wichtigen klinischen Befunde für eine umfassende Nachsorge diagnostizieren ließen. Wie die Studie auch zeigt, bewertet die telemedizinisch betreute Gruppe die Qualität der Nachsorge sogar als deutlich höher als die im Krankenhaus präsente und dort versorgte Vergleichsgruppe. Weiterer Nebeneffekt: Bei wesentlich geringerem Zeitaufwand für die Nachsorge minimieren sich bei den Familien organisatorische und finanzielle Aspekte wie Reisekosten oder Verdienstausfall.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter