21.02.2020

Schwangerenversorgung soll digitaler werden

Erlangen/Nürnberg – Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen daheim statt in der Praxis: Daran arbeiten Forscher in Bayern. Möglich machen sollen dies intelligente Geräte für Zuhause.

Schwangerenversorgung soll digitaler werdenWeg von fehleranfälligen analogen Methoden hin zu einer optimierten digitalen Lösung: Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Universitätsklinikums Erlangen erarbeiten in dem Projekt „SMART Start“ Grundlagen für einen Ausbau des digitalen Angebots in der medizinischen Versorgung für Schwangere. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Vorhaben in den kommenden zweieinhalb Jahren mit 3,2 Millionen Euro.
Ziel ist es herauszufinden, wie sensorische Untersuchungen – beispielsweise die Messung von Herzraten und Kontraktionen, Urintests oder Ultraschall – mit Hilfe von intelligenten Geräten einfach zu Hause durchgeführt werden können. Auf diese Weise ließe sich der Aufwand für routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen reduzieren, denn für Schwangere könnten etliche Besuche in der Arztpraxis entfallen. Per App-Schnittstelle erhält dafür das Medizinpersonal immer aktuelle Informationen über alle Messwerte der Schwangeren. Bei Auffälligkeiten können sie so schneller Maßnahmen ergreifen.
Realisiert wird das Projekt am Lehrstuhl für Maschinelles Lernen und Datenanalytik von Prof. Bjoern Eskofier in Zusammenarbeit mit Prof. Matthias W. Beckmann und Prof. Peter A. Fasching von der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen und den Lehrstühlen für Ethik, Psychologie, Gesundheitsmanagement sowie verschiedenen externen Partnern.
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