16.09.2020

Mit einer App gegen Geburtsangst

Potsdam – Im Angesicht einer baldigen Entbindung leiden manche Frauen unter der sogenannten Geburtsangst. Mit einer App wollen Forscher der Fachhochschule (FH) Potsdam dieser Angst begegnen.

Mit einer App gegen GeburtsangstZiel des Projekts mit dem Namen „Die Babyhelfer“ sei es, für die betroffenen Frauen angesichts der „Unterversorgung an therapeutischer Begleitung“ ein niedrigschwelliges und zugleich forschungsbasiertes Angebot zu schaffen, teilt die Fachhochschule mit. Auf diese Weise solle jede Frau, die es braucht und möchte, Unterstützung erhalten können.
„Die Geburt eines Kindes ist oft auch eine psychische Herausforderung für die Eltern. Mit einer App zur Selbsthilfe wollen wir leichten Zugang zu einer psychologisch fundierten und motivierenden Unterstützung schaffen“, erläutert Prof. Gerlind Große, die an der Fachhochschule Potsdam im Fach „Frühkindliche Bildungsforschung“ lehrt.
Laut FH soll ein erster Prototyp der Anwendung neben der psychologisch fundierten Diagnostik auch schon Methoden der systemischen Beratung und Therapie enthalten. Wie viel persönliche therapeutische Beratung nötig sei und wie sie angeboten werden könne, wolle man noch erproben. Um die wirksamsten Methoden der Schwangerschaftsbegleitung ausfindig zu machen, haben die Forscher im Vorfeld sowohl Experten aus der Patientinnenversorgung als auch Schwangere selbst dazu befragt. Durch die Integration spielerischer Elemente wollen sie die Motivation der Nutzerinnen hoch halten und auf diesem Wege zugleich noch bessere Effekte erzielen.
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