12.07.2019

Medizinische Fortbildung per VR und AR

Wiesbaden – Wie können Virtuelle (VR) und Augmentierte Realität (AR) in der medizinischen Fortbildung eingesetzt werden? Welche Anforderungen müssen die Anwendungen erfüllen? Ein Forscherteam der Firma health&media aus Darmstadt und der Hochschule RheinMain Wiesbaden entwickelt mit Hilfe dieser Technologien Prozesse, Methoden und Werkzeuge, berichtet die Hochschule.

Anwendungen von VR und AR sind inzwischen in vielen Bereichen verfügbar. Sie werden deshalb als entscheidende Technologie angesehen, um Innovationen zu ermöglichen. Bei dem Projekt „VR-AR-MED2“ nehmen hessische Wissenschaftler die medizinische Fortbildung in den Blick. Sie wollen spezielle Nutzenpotenziale entwickeln, um ein effizienteres Lernen, eine höhere Motivation, die Vermittlung von Zusatzqualifikationen sowie höhere mediale Attraktivität des Lehrmaterials zu erreichen. Das Forscherteam greift dabei auf das Knowhow von health&media zurück, das ein Fortbildungsportal für Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen betreibt. Die Hochschule RheinMain bringt das Wissen zu VR und AR ein: Prof. Ralf Dörner vom Fachbereich Design Informatik Medien leitet das Projekt. Er baut das Vorhaben auf einem musterbasierten Ansatz und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf. „Diese wiederverwendbaren Schablonen werden im Projekt erarbeitet und technisch umgesetzt, um einen effizienten Einsatz von VR/AR-Technologien zu ermöglichen“, erklärt er. Auf dieser Grundlage wollen die Forscher Prozesse, Methoden und Werkzeuge für Fortbildungseinheiten entwickeln. Erste Prototypen werden für 2020 erwartet, kündigt die Hochschule an. Die Anwendungen sollen kommerziell verwertet werden, sodass etwa Unternehmen diese für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter nutzen können. Das Vorhaben wird vom Land Hessen mit rund 419.000 Euro gefördert.
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