16.09.2020

Kunstherzen als schlagkräftige Alternative

Frankfurt am Main – Laut Deutscher Herzstiftung warten in Deutschland rund 1.000 Menschen auf ein neues Herz – doch die Zahl der Spender ist noch immer viel zu gering. Daher nehmen mechanische Herzunterstützungssysteme mittlerweile eine wichtige Rolle ein.

Kunstherzen als schlagkräftige Alternative„Für die meisten schwer herzkranken Patienten wäre eine Herztransplantation nach wie vor die beste Lösung“, heißt es von Seiten der Herzstiftung. Weil aber die nötigen Spender fehlen – 2019 wurden gerade mal 344 Transplantationen durchgeführt –, müssen viele der Patienten jahrelang auf Wartelisten ausharren. Ärzte greifen in diesen Fällen häufig auf künstlichen Herzersatz zurück, als Übergangs- oder mittlerweile immer öfter sogar als Dauerlösung. Laut Herzstiftung erhalten jährlich fast 1.000 schwer herzkranke Menschen ein solches Herzunterstützungssystem.
Die modernen mechanischen Herzhilfen seien „technisch inzwischen so ausgereift, dass sie die Lebenserwartung und Lebensqualität von Patienten auf der Warteliste für eine Herztransplantation deutlich erhöhen“, erläutert die Herzstiftung. Die körperliche Belastbarkeit der Patienten steigt dadurch wieder, allerdings bergen die Systeme auch Nachteile: zum Beispiel ein höheres Risiko für Infektionen und Blutungen sowie die Gefahr von Blutgerinnseln, die Schlaganfälle hervorrufen können. An die Performance eines transplantierten Herzens reichen die Kunstherzen damit nicht heran, weshalb die Herzstiftung zu Unterstützung aufruft: „Für viele Betroffene, die auf ein neues Herz warten, wäre eine höhere Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ein Segen.“
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