16.12.2019

Hightech-Maschine verbessert Chancen für Transplantation

Münster – Mit einer Perfusionsmaschine kann die Zahl der Leber-Spenderorgane erhöht werden. Auf einen erfolgreichen Einsatz weist das Universitätsklinikum Münster (UKM) hin.

Ein normothermes Leberperfusionsgerät soll in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am UKM ab sofort dafür sorgen, dass mehr Lebern zur Transplantation zur Verfügung stehen und gleichzeitig die Transplantation für Empfänger sicherer wird, heißt es von Seiten des UKM. Wie das geht, erzählt Prof. Jens Brockmann, stellvertretender Klinikleiter, am Beispiel eines Patienten, der vor Kurzem schon die zweite Lebertransplantation benötigte. Das zur Verfügung stehende Organ war zuvor allerdings schon mehrere Stunden auf Eis transportiert worden und seine Qualität deshalb fraglich. Die Leber wurde nach dem Eintreffen im UKM über Nacht an die Perfusionsmaschine angeschlossen. „Durch den Einsatz der Maschine erhalten wir wichtige Informationen über die Funktionsfähigkeit des Spenderorgans und gewinnen gleichzeitig mehr Zeit, um den Patienten optimal vorzubereiten. Die Leber wird vom Gerät auf Körpertemperatur gehalten und dabei mit Blut, Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Ihr Zustand verbessert sich während der Anschlusszeit zusehends“, sagt Brockmann. Eine internationale Studie habe zudem gezeigt, dass nicht nur mehr Patienten transplantiert werden können, sondern dass bei diesen auch die Organfunktion nach der Transplantation verbessert war.
Brockmann war gemeinsam mit seinem UKM-Kollegen Dr. Thomas Vogel an der Entwicklung der Perfusionsmaschine an der Universität Oxford beteiligt.
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