24.10.2019

Grippe: Mehr Impfdosen als in Vorsaison

Berlin – Das Paul-Ehrlich Institut (PEI) sieht sich gut gerüstet: Zum Beginn der diesjährigen Grippesaison hat es 17 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff freigegeben – 1,3 Millionen mehr als in der gesamten Saison 2018/2019. Zum Einsatz kommt ein Impfstoff mit Komponenten von vier Virusstämmen.

Der Impfstoff mit der Namensergänzung „tetra“ und der Jahreszahl „2019/2020“ enthält die vier Virusstämme, die nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der kommenden Saison in der nördlichen Hemisphäre kursieren werden. In diesem Jahr habe die Organisation die empfohlene Zusammensetzung erst einen Monat später als üblich bekannt gegeben. Diese Verzögerung sei von den Herstellern und dem PEI aufgeholt worden. „Daher konnten wir auch zu einem frühen Zeitpunkt mit der Chargenfreigabe beginnen, sodass dem Markt jetzt schon große Mengen an Impfstoffen zur Verfügung stehen", erklärt PEI-Präsident Prof. Klaus Cichutek. Die meisten Chargen sind inaktivierte Impfstoffe, die per Spritze verabreicht werden. Außerdem gibt es einen Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Viren aller vier Stämme. Er wird als Nasenspray verabreicht und ist nur für Kinder und Jugendliche von zwei bis einschließlich 17 Jahren zugelassen.
Das PEI weist darauf hin, dass zudem ein Grippeimpfstoff zur Verfügung steht, für den die Virusstämme in Zellkulturen und nicht in Hühnereiern vermehrt werden, bevor sie inaktiviert und aufgereinigt als Impfstoffkomponenten eingesetzt werden. Dieser Impfstoff eigne sich besonders für Menschen mit einer schwerem Hühnereiweißallergie. Personen, die dagegen nur mit leichten Symptomen auf den Konsum von Hühnereiweiß reagieren, könnten mit allen zugelassen Impfstoffen immunisiert werden.
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