25.08.2009

Gelenkarthrose: Neuer Bluttest bestimmt das Risiko

Berlin/Erlangen – Forscher des Universitätsklinikums Erlangen haben einen Bluttest entwickelt, der das Risiko für eine Hüft- oder Kniegelenksarthrose bestimmen hilft. Neben Körpergewicht und Alter zeige vor allem ein Eiweiß im Blut die Anfälligkeit an.



Bei dem Eiweiß handele es sich um das so genannte VCAM-1, das eigentlich mit Gefäßverkalkung (Atherosklerose) in Zusammenhang stehe. „Patienten mit hohem VCAM-1-Spiegel erkranken unabhängig von Alter und Körpergewicht vier- bis fünfmal häufiger an einer Knie- und Hüftgelenkarthrose als Patienten mit einem niedrigen VCAM-1-Spiegel“, sagt Studienleiter Prof. Georg Schett. Dieser Eiweißspiegel diene somit neben dem Alter und dem Körpergewicht als zuverlässiger Anzeiger für ein erhöhtes Risiko. VCAM-1 könne einfach in Blutlaboren bestimmt werden, erläutert Schett die Vorteile des Tests. Da die Faktoren Gewicht, Alter und VCAM-1 additiv wirkten, reduziere ein übergewichtiger Patient mit hohem Eiweißwert sein Risiko durch Reduktion des Gewichtes.

Der Bluttest sei das Ergebnis einer 15-Jahres-Studie in Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus Bruneck und der Medizinischen Universität Innsbruck. 915 Menschen seien über den kompletten Zeitraum regelmäßig untersucht worden. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht in „Arthritis & Rheumatism“, 2009 Jul 30; 60(8): 2381-2389.
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