16.04.2019

Früherkennung durch Datenanalyse: Viele Deutsche sind aufgeschlossen

Berlin – Um Krankheiten schneller zu diagnostizieren, sollen schon bald intelligente Datenanalysen und maschinelles Lernen helfen. Auch die frühzeitige Erkennung von Gesundheitsrisiken könne laut dem Verband Bitkom dadurch ermöglicht werden. Sechs von zehn Deutschen würden moderne Methoden der Datenanalyse in Anspruch nehmen.

Früherkennung durch Datenanalyse: Viele Deutsche sind aufgeschlossenDas zeigt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands unter mehr als 1.000 Personen ab 18 Jahren. „Die Kombination innovativer digitaler Technologien mit medizinischem und pflegerischem Fachwissen schafft ungeahnte Möglichkeiten“, sagt Bitkom-Expertin Julia Hagen und ergänzt: „Schon heute können durch die Analyse von Verhaltensdaten aus der alltäglichen Interaktion mit Smart Devices wie Smartphone, Smartwatch oder Fitnessarmbändern Verhaltensmuster erkannt und entsprechende Rückschlüsse auf bestehende Risiken gezogen werden.“
Vor allem jüngere Menschen seien Auswertungen großer Datenmengen und unterschiedlichster eigener Vitalparameter gegenüber offen eingestellt. So sagen 72 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, dass sie sie in Anspruch nehmen würden. „Je früher Krankheiten erkannt werden, desto höher sind oft die Heilungs- und Überlebenschancen. Gesundheitliche Risiken, etwa Herzerkrankungen oder Gedächtnisprobleme, können – wenn sie frühzeitig erkannt werden – besser behandelt werden“, erläutert Hagen. Sowohl bei der Früherkennung als auch bei den anschließenden unterstützenden Maßnahmen müsse der Datenschutz selbstverständlich immer an oberster Stelle stehen. „Bevor Daten erhoben werden, müssen Patienten der Datennutzung ausdrücklich zustimmen. Viele Menschen stehen entsprechenden softwareunterstützten Datenanalysen unter diesen Voraussetzungen mit Blick auf den Nutzen aber offen gegenüber“, erklärt sie.
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