23.02.2012

Frauen leiden fünfmal häufiger unter Essstörungen als Männer

Leipzig – Eine repräsentative Studie der Universität Leipzig zeigt, dass fünfmal mehr Frauen als Männer in Deutschland unter Störungen im Essverhalten leiden. Dazu zählen Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Störung), Binge-Eating- oder Essanfallsstörung und Anorexia Nervosa (Magersucht).

Die Studie belegt außerdem, dass bei fettleibigen Frauen elfmal häufiger und bei adipösen Männern sogar 20-mal häufiger eine Störung im Essverhalten vorliegt als bei normalgewichtigen Frauen und Männern. „Daraus lässt sich schließen, dass sich weit stärker als angenommen, Übergewicht und Adipositas im Zusammenhang mit Störungen im Essverhalten entwickeln und z.B. mit wiederkehrenden Essanfällen, nächtlichem Essen, chronischem Überessen oder einem sehr negativen Körperbild einhergehen“, erläutert Studienleiterin Prof. Anja Hilbert, die am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig Essstörungen erforscht. Adipositas sei nicht nur ein Problem von Überernährung und Bewegungsmangel. Es müsse immer auch geklärt werden, ob der Patient an einer klinischen Essstörung leide und eine ergänzende psychotherapeutische Behandlung neben der Ernährungs- und Bewegungstherapie notwendig sei
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