16.12.2019

Forschungsgelder für Knochen aus dem 3D-Drucker

Freiburg – Menschliches Knochengewebe mittels 3D-Drucker herzustellen, daran arbeiten Forscher des Universitätsklinikums Freiburg. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten sie dafür 430.000 Euro.

Für komplexe Operationen sollen die Knochen aus dem Drucker taugen. Das Ersatzgewebe sollte deshalb die gleiche Steifigkeit haben wie natürliches Knochengewebe. Für dieses Ziel forscht in Freiburg ein Team um Prof. Günter Finkenzeller, Forschungssektionsleiter an der Klinik für Plastische- und Handchirurgie des Universitätsklinikums, und Dr. Peter Koltay, leitender Wissenschaftler am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität. Unterstützung bekommen sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft: 430.000 Euro stellt sie den Wissenschaftlern und Medizinern für die nächsten drei Jahre zur Verfügung. Nachdem in der ersten Förderperiode die Grundlagen für den 3D-Druck von künstlichem Knochengewebe geschaffen wurden, sollen in dem aktuellen Projekt laut Universität Weiterentwicklungen des dreidimensionalen Druckverfahrens erprobt werden.
Um eine ausreichende Steifigkeit zu erreichen, soll ein kombiniertes Verfahren zum Druck von weichen, zellhaltigen Bio-Tinten sowie stabilen Thermoplasten und Kalziumphosphat-Zementen entwickelt werden. Die Bio-Tinten beinhalten humane mesenchymale Stammzellen, die später für den Knochenaufbau verantwortlich sind, sowie humane Endothelzellen für die Ausbildung von Blutgefäßen zur Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes. In dem neuen Forschungsprojekt soll zudem die zeitliche Reifung des künstlichen Knochens durch gezieltes Einbringen von bestimmten Wachstums- und Differenzierungsfaktoren gefördert werden.
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