24.04.2013

Forscher identifizieren Brustkrebsmarker im Blut

Aachen - Aachener Wissenschaftler haben zwei so genannte Tumorsuppressor-Gene identifiziert, die sich mit einem speziellen Verfahren als Brustkrebsmarker im Blut nachweisen lassen. Ziel ist es, Brustkrebs früh und möglichst schonend zu diagnostizieren. Die Ergebnisse einer ersten Studie wurden in der Zeitschrift „Breast Cancer Research“ veröffentlicht.

„Unser Ziel ist es, DNA von Brustkrebs-relevanten Genen im Blut mit sensitiven Methoden nachzuweisen“, sagt Diplombiologin Vera Kloten. In einer ersten Studie wurde das Verfahren an rund 600 Blutproben von erkrankten und gesunden Frauen getestet, wobei für eine Untersuchung ein Milliliter Blutserum ausreicht. Die Ergebnisse sind nach Aussagen der Forscher vielversprechend: Das Blut von erkrankten Frauen zeigt ein deutlich verändertes Marker-Profil gegenüber dem der gesunden Probandinnen. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass blutbasierte Brustkrebserkennung über molekulare Marker Wirklichkeit werden kann“, erläutert der Leiter der Aachener Forschergruppe, Prof. Dr. Edgar Dahl. Da die DNA der Tumorsuppressor-Gene jedoch nur in sehr geringen Konzentrationen über abgestorbene Tumorzellen ins Blut gelangten, seien hochsensitive Nachweisverfahren notwendig. Um einen Test dieser Art serienreif zu machen, seien weitere Studien mit mehr Probanden erforderlich.
Brustkrebs ist bei Frauen eine der am häufigsten diagnostizierten Krebsarten.
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