18.11.2019

Forscher entwickeln elektronische Haut

Dresden – Eine elektronische Haut könnte die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in Zukunft verbessern – auch ohne Berührung, ganz virtuell. Als Einsatzort wäre der OP denkbar.

Durch den Einsatz von Magnetfeldern haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Johannes Kepler Universität Linz erstmals einen elektronischen Sensor entwickelt, der laut HZDR Reize sowohl berührungslos als auch durch den direkten Kontakt verarbeiten kann. Da sich das Gerät auf die menschliche Haut auftragen lässt, könnte es intuitive Interaktionen in der virtuellen Realität ermöglichen.
Durch den Sensor lassen sich sowohl physische als auch virtuelle Objekte gezielt steuern. Eine Handlung, die bislang mehrere Interaktionen erfordert, konnte auf nur eine einzige Aktion reduziert werden. „Das mag zunächst vielleicht nur wie ein kleiner Schritt klingen“, sagt Professor Martin Kaltenbrunner von der Universität Linz. „Langfristig lässt sich auf dieser Grundlage jedoch eine bessere Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine aufbauen.“ So könnte die „elektronische Haut“ – neben Räumen der Virtuellen Realität – zum Beispiel auch in sterilen Umgebungen eingesetzt werden. Chirurgen könnten die Sensoren nutzen, um medizinische Geräte während einer Behandlung berührungslos zu bedienen, was die Gefahr einer Kontamination verringern würde.
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