10.12.2018

Förderung für mobilen Epilepsie-Detektor

Tübingen/Bonn – Das Tübinger Projekt monikit entwickelt einen mobilen Detektor für epileptische Anfälle. Gefördert wird es dabei von Life Science Inkubator (LSI) in Bonn. Dort werden innovative Projekte aus den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik gefördert.

Monikit entwickele ein System zur sensitiven und automatischen Erkennung und Dokumentation von generalisierten und fokalen epileptischen Anfällen im Alltag, teilt LSI mit. Die dafür erforderliche Technologie basiere auf einem mobilen Sensorsystem und einem eigens entwickelten Algorithmus. So soll es möglich werden, objektive Informationen über das Auftreten und die Art epileptischer Anfälle während des täglichen Lebens des Patienten zu registrieren. „Für den behandelnden Arzt ist es dadurch einfacher, die Medikation der Patienten individuell einzustellen und damit schnellere und bessere Therapieerfolge zu erzielen“, informiert LSI, „darüber hinaus kann die monikit-Technologie auch zur Alarmierung von Angehörigen bei einem schweren Anfall genutzt werden.“
Die Idee von monikit kam den beiden Gründern Florian Lutz und Kevin Klett während ihres Masterstudiums. Auch Prof. Yvonne Weber erkannte sehr schnell das Potenzial eines mobilen Anfallsdetektors. Sie ist wissenschaftliche Beraterin von monikit und leitende Oberärztin der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie am Universitätsklinikum Tübingen. In dieser Einrichtung forscht das Projektteam nach Merkmalen in Gesundheitswerten, die durch epileptische Anfälle verändert werden. Diese Merkmale bilden die Grundlage für den Algorithmus.
monikit erhält am LSI für die weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den kommenden drei Jahren rund 1,86 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums.
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