24.04.2009

Fettreicher Fisch schützt vor Krebserkrankung

Berlin/Jena – Ernährungswissenschaftler der Universität Jena belegen die präventive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren aus Fischfleisch. In einem Forschungsprojekt haben sie herausgefunden, dass diese Fettsäuren Gene aktivieren, die an der Produktion von krebsvorbeugenden Enzymen beteiligt sind.



Innerhalb des EU-Projektes „SEAFOODplus“ erforschen die Wissenschaftler seit fünf Jahren, wie sich der Verzehr von Seefisch auf das Darmgewebe auswirkt. „Wir hatten die Vermutung, dass durch den regelmäßigen Verzehr von Fisch mit hohem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, wie Omega-3-Fettsäuren, das Risiko einer Krebserkrankung gesenkt werden kann“, so Dr. Michael Glei vom Lehrstuhl für Ernährungstoxikologie der Universität Jena. Für die Studie nahmen 250 Testpersonen wöchentlich zwei Portionen Seefisch mit unterschiedlichem Fettgehalt zu sich. Dabei fanden die Forscher heraus, dass unter 20.000 untersuchten Genen besonders jene aktiviert sind, die für die Produktion bestimmter Enzyme verantwortlich sind. Diese Enzyme schützen den Körper vor schädigenden oder krebsauslösenden Substanzen. Bei Testpersonen, die fettreichen Lachs gegessen haben, sei die Genaktivierung sogar weit stärker gewesen, als bei Testern mit magerem Dorsch. Glei schließt daraus: „Dies unterstützt unsere Annahme, dass die im Fisch enthaltenen Fettsäuren den Aufbau einer vor Krebs schützenden Barriere im Körper fördern.“
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