26.11.2008

Druckgeschwüre in Pflegeheimen werden seltener

Berlin – Wissenschaftler der Charité haben festgestellt, dass Dekubitus-Druckgeschwüre in Kliniken und Pflegeheimen heutzutage deutlich seltener auftreten als noch vor acht Jahren. Die Experten sehen darin einen wichtigen Qualitätsfortschritt für die Pflege.



Das Institut für Medizin-/Pflegepädagogik der Charité erhebt jährlich verschiedene Qualitätsmerkmale in einer deutschlandweiten Studie. Seit Beginn der Untersuchung im Jahr 2000 wurden rund 60.000 Patienten auf Druckgeschwüre untersucht. Pflegewissenschaftler Nils Lahmann, Koordinator der Studie: „Obwohl die Zahl der potentiell gefährdeten Menschen gleich geblieben ist, sank der Anteil der tatsächlich an einem Druckgeschwür Erkrankten um die Hälfte.“ Die Prävention werde in den Häusern inzwischen viel ernster genommen, so Lahmann. Auch andere zentrale Pflegeprobleme wie Stürze könnten dadurch verringert werden. In diesem Jahr nahmen 37 Pflegeheime und 19 Krankenhäuser an der Untersuchung teil. Insgesamt konnten die Wissenschaftler auf Daten von rund 6.500 Bewohnern zurückgreifen.
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