26.02.2009

Diät stärkt das Gedächtnis im Alter

Berlin/Münster – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Münster weisen erstmals nach, dass eine kalorienreduzierte Ernährung die Gehirnleistung von älteren Menschen verbessert.



Dieser Effekt wurde bisher nur bei Tieren nachgewiesen. In Münster reduzierten die Forscher für einen Teil der Studienteilnehmer die tägliche Nahrungsmenge um ein Drittel. Diese kalorische Nahrungsrestriktion führe zu einer gesteigerten Gedächtnisleistung von bis zu 20 Prozent, so die Arbeitsgruppenleiterin Dr. Agnes Flöel. Der Untersuchungszeitraum betrug drei Monate. Gleichzeitig testeten die Wissenschaftler die Wirkung von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese werden ebenfalls für positive Effekte bei altersbedingtem Gedächtnisschwund verantwortlich gemacht. Für den kurzen Zeitraum der Untersuchung konnten ohne gleichzeitige Kalorienreduzierung jedoch keine Wirkungen nachgewiesen werden.
Klinikdirektor Prof. Dr. Erich B. Ringelstein erhofft sich einen Wandel im Lebensstil mit Hilfe der „gehirn-schützenden Diät“. „Wir hoffen, dass diese Studie dazu beiträgt, ein Umdenken im Lebensstil aller Altersgruppen einzuleiten, damit geistige Frische und Wohlergehen lange erhalten werden können.“ Auch für jüngere Menschen seien die Erkenntnisse relevant. Übergewichtige Kinder hätten in späteren Jahren nicht nur häufiger gesundheitliche Probleme, sondern seien auch in ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit eingeschränkt, so Ringelstein.
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