23.03.2020

DEGUM betont Rolle der Endosonografie

Berlin – Auf die Bedeutung der Endosonografie bei Enddarmtumoren weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hin. Der Ultraschall sei für die weitere Therapieplanung äußerst wichtig.

Bisher gelinge es nur mit der Endosonografie, die Tumoreindringung in die Darmwand sicher zu bestimmen. Das betonen DEGUM-Experten anlässlich des Darmkrebsmonats März. Bei der Darmspiegelung, Endoskopie, sehe der Arzt nur die Oberfläche der Darmwand, sagt PD Dr. Michael Hocke, Leiter des DEGUM-Arbeitskreises Endosonografie. „Wenn die Untersuchung durch hochauflösende Ultraschallköpfe ergänzt wird, können hingegen genaue Schnittbilder der Darmwand gemacht werden.“
Bei der endoskopischen Ultraschalluntersuchung wird der Schallkopf – auch Sonde genannt – durch den Analkanal in den Körper eingeführt. So gelangt der Schallkopf besonders dicht an die zu untersuchenden Organe heran und kann fast mikroskopisch exakte Ultraschallbilder erzeugen, die besonders störungsfrei sind. „Der behandelnde Arzt kann dadurch sehr frühe Tumorstadien von bereits fortgeschrittenen exakt unterscheiden und beispielsweise erkennen, wie tief ein Tumor in die Darmwand eingewachsen ist und ob bereits benachbarte Organe oder Lymphknoten befallen sind“, so Hocke. Die endoskopische Ultraschalluntersuchung helfe bei der Entscheidung, ob eine Operation beim Enddarmtumor durchgeführt wird. „Zudem ermöglichen die detailgenauen sonografischen Bilder eine wertvolle Unterstützung bei der Planung der Operation, da sie das Darmgewebe sehr genau abbilden und so Auskunft darüber geben, ob vor der Operation eine Tumorverkleinerung durch eine Strahlen- und Chemotherapie erfolgen muss“, sagt Hocke.
Damit die Endosonografie-Diagnostik erfolgreich durchgeführt werden kann, sei es wichtig, dass der Untersucher erfahren ist. Die Endosonografie müsse gezielt trainiert werden.
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