16.09.2020

Datenbrillen für leichtere Klinik-Pflegearbeit

Bottrop/Rheine – Datenbrillen sollen die Zusammenarbeit von Pflegekräften in den Krankenhäusern erleichtern. Anwendungen dafür werden in dem Projekt Parcura entwickelt, an dem auch die Hochschule Ruhr West beteiligt ist.

Datenbrillen für leichtere Klinik-PflegearbeitPersonalmangel, Zeitdruck, große Arbeitsmengen – für Beschäftigte in der Krankenhauspflege gehört das zum Alltag. In dem Forschungsprojekt Parcura wollen Wissenschaftler deshalb Softwaremodule für Datenbrillen entwerfen, welche die Zusammenarbeit krankenhausinterner Akteure erleichtern, die Bereitstellung pflegerelevanter Informationen optimieren und die Pflegekräfte in ihrer Arbeit mit den Patienten unterstützen sollen. Funktionen wie das Einblenden von Patientendaten (Name, Allergien oder Medikamente), die Kommunikation mit Kollegen via Foto- und Videotransfer sowie die Dokumentation über Spracheingabe können Wege sparen, geben Pflegern mehr Handlungssicherheit und mehr Zeit für die Patienten, sind die Verantwortlichen überzeugt.
Partner im Projekt für die Hochschule Ruhr West ist das Institut Positive Computing. Dessen Team identifiziert etwa die passenden Datenbrillen, setzt einen Prototyp um und evaluiert diesen im Testbetrieb. Beispielhafte Fragestellungen sind etwa die zielgerichtete Auswahl der anzuzeigenden Informationen im richtigen Moment, die möglicherweise erhöhte Belastung durch das längere Tragen der Datenbrille oder die Wirkung auf die Kommunikation mit den Patienten. „Im Projekt können wir beobachten, ob die Datenbrille als modernes Hilfsmittel in diesem sensiblen Umfeld Entlastung bringt, Vertrauen und Wohlbefinden erhöhen kann oder ob sie das Miteinander eher stört,“ sagt Prof. Sabrina Eimler. Ein besonderes Augenmerk wollen die Hochschul-Mitarbeiter auf die Eckpfeiler des Positive Computing werfen, das heißt auf die Potentialentfaltung der Pflegekräfte und auf das Wohlbefinden aller Personen, die mit der Technologie in Berührung kommen.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter