21.02.2020

Bayern fördert Schlaganfall-Projekt „DeinHaus 4.0"

Regensburg – Ein Forschungsprojekt der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg erprobt, ob intelligente Assistenztechnik Schlaganfallpatienten zuhause unterstützen kann. Geld gibt es dafür vom Freistaat.

Bayern fördert Schlaganfall-Projekt „DeinHaus 4.0"Mehr als 2,5 Millionen Euro gibt Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml für das Forschungsvorhaben „Vorbildliches Pflegewohnumfeld für Pflegebedürftige: DeinHaus 4.0“. Dabei handelt es sich um eine Projektreihe, mit der intelligente Assistenztechnik für Pflegebedürftige erforscht wird. Ziel der Regensburger Wissenschaftler ist es, sogenannte Telepräsenz-Roboter im häuslichen Umfeld von Schlaganfallpatienten zu erproben. Dazu sollen rund 100 Teilnehmer die Möglichkeit erhalten, ein halbes Jahr lang zu Hause Unterstützungsmöglichkeiten durch Telepräsenzroboter zu erleben. Die Hochschule will dabei unter anderem die Akzeptanz und Folgen erforschen, gesundheits- und pflegewissenschaftliche Potenzialstudien erstellen und Fragen des Datenschutzes klären.
„In Bayern erleiden jedes Jahr etwa 50.000 Personen einen Schlaganfall. Bis zu 75 Prozent der Betroffenen leiden den Rest ihres Lebens an den Folgen. Wir wollen mit dem Projekt erproben, inwieweit den Betroffenen zu Hause technische Unterstützung im Pflegealltag helfen kann, um etwa einem erneuten Schlaganfall vorzubeugen, Vereinsamung zu verhindern oder die Sicherheit im Alltag zu erhöhen“, sagt Huml. Aber auch bei technisch-digitalen Lösungen müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen. Die Technik müsse praxistauglich sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern wird Schätzungen zufolge auf rund 3,4 Millionen Menschen im Jahr 2030 ansteigen.
Das „DeinHaus 4.0“-Projekt der Regensburger Hochschule ist das zweite Projekt der Modell-Reihe, mit der die intelligente Assistenztechnik im Pflegealltag erforscht wird. Das erste „DeinHaus 4.0“-Vorhaben wird seit Sommer 2018 durch die Technische Hochschule Deggendorf umgesetzt.
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