19.12.2008

Allergien: Risiko für junge Menschen steigt stark an

Berlin – Aktuelle Zahlen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zeigen, dass Allergien bei jungen Menschen immer häufiger auftreten. Dies belastet das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen, lässt sich aber relativ leicht vermeiden.



Die KKH präsentierte kürzlich die Zahlen anlässlich des gemeinsam mit der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) ausgerichteten Kongresses „Allergien – kein Kinderspiel“. Zwischen 2004 und 2007 stieg beispielsweise die Anzahl der Jugendlichen mit Asthma um 30 Prozent an. Im gleichen Zeitraum wurden bei einem Drittel der Neugeborenen Neurodermitis diagnostiziert. Auch bei Heuschnupfen sind die bis 17-Jährigen die am häufigsten betroffene Altersgruppe. Mit dem Fachkongress wollen UPD und KKH die neuesten Erkenntnisse zu kindlichen Allergien in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Damit wollen wir Betroffene und ihre Eltern aufklären“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. „Allergien beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität in hohem Maß, sie verursachen auch immer höhere Kosten im Gesundheitswesen.“
Prävention wird von den Kongressteilnehmern als Schlüssel gegen die weitere Zunahme von Allergien angesehen. Studien belegen, dass Vorbeugung relativ einfach möglich sei. Stillt man den Säugling in den ersten vier Monaten ausschließlich, verringere sich zum Beispiel das Risiko. Ebenso wirken sich Nichtrauchen und ein gutes Wohnklima positiv aus. Wünschenswert wäre laut KKH-Chef Kailuweit zudem eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln.
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